praxis-faq2021-02-01T20:13:40+01:00

PRAXIS-FAQ

Norm – Schallschutz in der Arzt- und Zahnarztpraxis2021-02-15T12:08:02+01:00

Anforderungen an die Luft- und Trittschalldämmung zwischen Räumen in Krankenhäusern und Sanatorien gem. DIN 4109-1:2018-01 Tab. 5:

BauteileAnforderungen
R´w dB

Decken

Decken, einschließlich Decken unter Fluren≥ 54
Decken unter Bädern und WCs ohne/mit Bodenentwässerung≥ 54

Wände zwischen≥ 47
Krankenräumen
Fluren und Krankenräumen
Untersuchungs- bzw. Sprechzimmern
Fluren und Untersuchungs- bzw. Sprechzimmern
Krankenräumen und Arbeits- und Pflegeräumen

Wände zwischen Räumen mit Anforderungen an erhöhtes Ruhebedürfnis und besondere Vertraulichkeit (Diskretion)


≥ 52
Wände zwischen≥ 42
Operations- bzw. Behandlungsräumen
Fluren und Operations- bzw. Behandlungsräumen

Türen zwischen≥ 37
Untersuchungs- bzw. Sprechzimmern
Fluren und Untersuchungs- bzw. Sprechzimmern


Türen zwischen Räumen mit Anforderungen an erhöhtes Ruhebedürfnis und besondere Vertraulichkeit (Diskretion)


≥ 37
Türen zwischen≥ 32
Fluren und Krankenräumen
Operations- bzw. Behandlungsräumen
Fluren und Operations- bzw. Behandlungsräumen

Hinweis:

Achten Sie bei Praxisneubauten auf die vertragliche Vereinbarung zu den Qualitäten und Eigenschaften von Wänden, Decken und Türen gemäß DIN 4109-1:2018-01 Tab. 5 für Räume in Krankenhäusern und Sanatorien.

Baulicher Strahlenschutz in der Zahnarztpraxis2021-02-15T12:09:05+01:00

Baulicher Strahlenschutz für Röntgeneinrichtungen

Hinweise in Kurzform:

  • Röntgenräume müssen strahlensicher abgeschirmt sein
  • vom Fußboden bis zu einer Wandhöhe ≥ 2,10 m, (Boden & Decke i.d.R. nicht)
  • Strahlenschutz in den Wänden kann durch Bleieinlagen erfolgen oder Strahlenschutzplatten (siehe KNAUF)
  • Berechnung der Bleigleichwerte (mm Pb) nach DIN 6812
  • Grundlage: Röhrenspannung (kV) des dentalen Röntgengerätes OPG oder DVT
  • Wandverstärkungen für Röntgengerät(e), Klappsitz, usw. mit vorsehen
  • keine Mindestgrundfläche festgelegt, Platz für mindestens zwei Personen vorzusehen
  • Beleuchtungsstärke 500 Lux
  • optisch-/akustischer Kontakt in Röntgentür zwischen dem Röntgenpersonal und Patient
  • Auslösung der Röntgenaufnahme außerhalb des Röntgenraumes oder der Distanz von mehr als 1,5 Meter zur Strahlenquelle
  • Kennzeichnung: „Kein Zutritt – Röntgen“
  • Anzahl der notwendigen Elektro- und Dateninstallationen im Röntgenraum beachten
  • Abstimmung zur baulichen Ausführung rechtzeitig und Gewerke übergreifend

Hinweise in „langer“ Form, (HIER)

Tipp:

Grundsätzlich sollte der zuständige Sachverständige nach Strahlenschutzgesetzes (StrlSchG) § 172, Abs.1, S.1, Nr.3 in die Planung des baulichen Strahlenschutzes zum Betrieb von Röntgeneinrichtungen einbezogen werden.

Grundlagen und Vorschriften:

Abkrz.:

Teil:

Links:

 ASRA1.3Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung
 ASRA1.5/ 1,2Fußböden
ASRA3.4Beleuchtung
DIN EN 12464-1:2011-08Teil 1Arbeitsstätten in Innenräumen
StrlSchV§ 88 Abs.1,Wartung und Prüfung
StrlSchG§ 172, Abs.1, S.1, Nr.3Bestimmung von Sachverständigen

(ASR) = Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse für das Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten wieder.

Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) = Ist eine Rechtsverordnung im Rahmen des deutschen Atom- und Strahlenschutzrechts. Wichtigste formell-gesetzliche Grundlage ist das Strahlenschutzgesetz (StrlSchG).

Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) = Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) und Röntgenverordnung (RöV) legen zum Schutz des Menschen vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung Grenzwerte und Schutzmaßnahmen fest.

Praxistresen – Anzahl Steckdosen notwendig?2021-02-15T12:06:17+01:00

Die Mindestanzahl von Steckdosen am Praxistresen

Für einen mittleren Praxistresen mit 1-2 Arbeitsplätzen hat sich die Anzahl von 12 Steckdosen bewährt. Dies entspricht je Arbeitsplatz 6 Steckdosen.

Hinweis:

Beachten Sie bei der Planung oder Anforderung von abschaltbaren Stromkreisen über einen Haupt- oder Schlüsselschalter in der Praxis, dass diverse Verbraucher Dauerstrom benötigen. Am Empfangstresten sind dies unter anderem die Ladestationen mobiler Telefone, PC-Technik, Telefon und Anrufbeantworter.

Verbraucher am Praxistresen

VerbraucherAnzahl
Monitore2
PC2
Drucker2
Scann/Fax1
Telefone2
Netzteile2
Reserve1
Summe:12
Praxistresen – Anzahl Datendosen notwendig?2021-02-15T12:04:47+01:00

Die Mindestanzahl von Datendosen am Praxistresen

Für einen mittleren Praxistresen mit 1-2 Arbeitsplätzen hat sich die Anzahl von 10 Datendosen RJ45 bewährt. Dies entspricht je Arbeitsplatz 5 Datendosen.

Hinweis:

Beachten Sie bei der Planung oder Anforderung von abschaltbaren Stromkreisen über einen Haupt- oder Schlüsselschalter in der Praxis, dass diverse Verbraucher Dauerstrom benötigen. Am Empfangstresten sind dies unter anderem die Ladestationen mobiler Telefone, PC-Technik, Telefon und Anrufbeantworter.

Netzwerkanschlüsse (RJ45) am Praxistresen

VerbraucherAnzahl
PC2
Drucker2
Scann/Fax1
Telefone2
Lesegeräte1
EC-Cash1
Reserve1
Summe:10
Pflicht – Trennung von Patienten und Personal-WC2021-02-15T12:07:04+01:00

Trennung von Patient-WC und Personal-WC.

In Arzt- und Zahnarztpraxen müssen für die Beschäftigten und die Patienten gesonderte Toiletten vorhanden sein.

Es ist darauf zu achten, dass die Toilettenräume ausreichend groß sind und entsprechend der Anzahl der Beschäftigten in angemessener Zahl zur Verfügung stehen.

Hinweis:

Zur Bestimmung der notwendigen Anzahl an Toiletten und Waschgelegenheiten helfen die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A4.1 „Sanitärräume“ weiter.

Grundlagen und Vorschriften:

Abkrz.:Teil:LINK´s:
TRBA 2504.2.2Toiletten
 ASRA1.5/ 1,2Fußböden
 ASRA3.6Lüftung
 ASRA4.1Sanitärräume
 ASRA4.1/ 5.3Abmessung Sanitärräume
 ASRA4.2Pausen- und
Bereitschaftsräume
DIN 18040-1Barrierefreies Bauen

(ASR) = Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse für das Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten wieder.

(TRBA 250) =  Diese Technische Regel ist relevant für Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen in human- oder zahnmedizinischen sowie pflegerischen und pharmazeutischen Arbeitsbereichen. Sie konkretisiert die Bestimmungen der Biostoffverordnung für die Bereiche Gesundheitswesen und Wohlfahrtspflege.

Nach oben