In unterschiedlichen medizinischen Fachrichtungen wird täglich mit Urinproben, Spermien- oder Stuhlproben zu diagnostischen Zwecken gearbeitet. Entweder bringt der/die Patient*in morgens die Probe mit in die Praxis oder die Probenabgabe erfolgt direkt vor Ort, auf dem Patienten-WC.

In der Praxis zur Probenabgabe aufgefordert

So ziemlich jeder Patient*in wurde hierzu bei seinem Hausarzt*in oder Facharzt*in zur Probenabgabe aufgefordert. Wie diskret und respektvoll dies im routinierten Praxisalltag geschieht, hängt von der Praxisorganisation und den Arbeitsabläufen ab.

Diskretion und Schutz der Privatsphäre

Die eingefahrenen Praxisabläufe lassen sich bis zu einem gewissen Grad für den Patienten in Hinblick auf Diskretion und Schutz der Privatsphäre in der Kommunikation und im Handeln positiv beeinflussen.

Die räumlichen Voraussetzungen und die Lage der Funktionsbereiche vom Patienten-WC und Praxislabor zueinander sind in bestehenden Praxen vorgegeben. Sozusagen in Stein gemeißelt.

Doch bestehen in medizinischen Einrichtungen manchmal die Möglichkeiten, eine bauliche Anpassung vorzunehmen. Sicherlich ist der Umbau kein kleiner Eingriff, aber für die nächste große Praxismodernisierung ist dies mit auf die ToDo-Liste (PDF 300 KB) der notwendigen Veränderungen mit aufzunehmen.

„Im Patienten-WC befindet sich eine Durchreiche, stellen Sie ihren Becher danach dort ab.“

Dies klingt deutlich angenehmer als die folgenden Feststellungen:

  • der Probenbecher muss über den Praxisflur zur Übergabe getragen werden
  • der Probenbecher ist am Tresen abzugeben
  • im Patienten-WC befindet sich eine Ablage mit drei weiteren Proben
  • es gibt kein weiteres Handwaschbecken, nach dem Sie das WC mit der Probe verlassen haben

Diese beschriebenen Varianten und Umstände sind für eine Probenabgabe in einer modernen Praxis nicht mehr zeitgemäß. In neu geplanten medizinischen Einrichtungen, die Probenabgabe als diagnostischen Bestandteil ihrer Untersuchung durchführen, zählt eine Urin- oder Labordurchreiche zwingend zum Standard einer modernen Praxis.

Organisation wiederkehrender Praxisabläufe

Zu den Gründen sind der Schutz der Privatsphäre von Patienten, eine optimale Organisation wiederkehrender Praxisabläufe sowie verbesserte hygienische Aspekte durch sehr kurze und direkte Wege der Probenübergabe zu nennen.


Fachrichtungen für Probenübergaben

  • Hausarzt, Internist
  • Urologie
  • Gynäkologie
  • Kinderheilkunde